Pflegestellen

Pflegestelle

 Was muss ich als Pflegestelle tun?

Als Pflegestelle sollten Sie viel Erfahrung mit Hunden mitbringen, denn Ihre Schützlinge werden immer ganz spezielle Fälle sein. Ihr Pflegehund sollte Teil Ihrer Familie sein und wie Ihr eigener „richtiger“ Hund behandelt werden. Verantwortungsbewusstsein, Geduld und viel viel Liebe sind absolute Grundvoraussetzungen.

Sie sollten anpassungsfähig sein und bereit, mit Ihrem Pflegehund an seinen Macken oder Ängsten zu arbeiten. Vieles werden Sie ihm von Grund auf beibringen müssen: Häufig sind unsere Hunde noch nie in ihrem Leben spazieren gegangen, wissen nichts von Stubenreinheit und haben womöglich sogar noch schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht.

Das klingt zunächst abschreckend, doch wer einmal den Prozess miterlebt hat, sehen kann, wie aus diesen „verkorksten“ Hunden langsam aber sicher tolle Familienmitglieder werden, wie sie Fortschritte machen und Vertrauen fassen, der weiß, wie viel Liebe und Dankbarkeit man für diese Aufgabe zurückbekommt.

Neben der Sozialisierung, Erziehung und Versorgung des Hundes sollten Sie zudem bereit sein, regelmäßig schöne Fotos von Ihrem Schützling zu machen, damit wir diese auf unserer Homepage zur weiteren Vermittlung nutzen können. Außerdem sollten Sie in einem Online-Pflegestellentagebuch regelmäßig Updates zur Entwicklung Ihres Hundes geben und berichten, wie er sich im Alltag verhält.

Ihre Aufgaben als Pflegestelle:

 

Pflege, Erziehung, Sozialisierung des Hundes

Regelmäßige Updates & neue Fotos im Pflegestellentagebuch

Art- und situationsgerechte (medizinische) Versorgung

Welche Hunde stehen zur Auswahl?

Grundsätzlich kann jeder Hund auf Pflege nach Deutschland kommen, wir bitten Sie jedoch, gerade den Hunden eine Chance zu geben, die dringend auf der Suche nach einer Pflegestelle sind!

Kosten und Haftung einer Pflegestelle

Als Pflegestelle tragen wir nach Absprache alle anfallenden Tierarztkosten. Wenn Sie kleinere Kosten beispielsweise für eine Entwurmung selber übernehmen möchten, freuen wir uns darüber natürlich sehr.

Bei Schäden gegenüber Dritten sind unsere Pflegehunde über unseren Verein versichert. Nichtsdestotrotz sollte Ihr Pflegehund auch über eine Haftpflichtversicherung bei Ihnen versichert sein. Es gibt Situationen in denen es uns trotz abgeschlossener Versicherung nicht möglich ist, die Verantwortung und Kosten zu übernehmen!

Futter, Zubehör, Körbchen und Hundesteuer müssen von Ihnen bereitgestellt und getragen werden.

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Das sagen unsere Pflegestellen über Ihre Arbeit:

Aus unserer Tierliebe heraus hat uns die Aufgabe einer Pflegestelle gereizt. Da die Tiere das Leben im Haus sowie die Fürsorge mit der Familie teilweise noch nicht kennen, ist es sehr spannend diese an uns zu gewöhnen und Ihre unterschiedlichen Charaktere kennenzulernen. Die Dankbarkeit die uns das Tier nach einigen Tagen zeigt, ist einfach nicht beschreibbar. Auch das gute Sozialverhalten der spanischen Tiere hat uns bisher zum positiven überrascht. Umso schöner ist es dann, wenn diese Tiere anschließend ein liebevolles endgültiges Zuhause bekommen. {Thomas B.}

 

Für mich ist es immer wieder eine Freude, zu sehen, wie ein Hund so langsam wieder Vertrauen fasst und Sicherheit findet. Schwierig ist es immer wieder einen Hund neu einzugewöhnen wenn er neu ankommt. Meist geht er dann, wenn er sich so richtig gut eingelebt hat und dann fängt man von vorne mit einem neuen an. Aber es ist schön und alle Mühe wert immer wieder einem Hund helfen zu können. Schwer ist auch immer der Abschied, aber wenn die Person/en und der Hund passen, macht das vieles leichter und auch, dass man weiß, nun kann ich wieder einem neuen helfen. {Monika K.}

 

Nachdem mein letzter Hund vom Tierschutz verstorben war, wollte ich erst einmal keinen Hund mehr haben, der Schmerz war zu groß. Nach einigen Monaten war die Trauer immer noch da, aber die Sehnsucht nach einem Hund auch. Da die Tierschutzvereine immer wieder nach Pflegestellen suchen, habe ich mich dann entschieden,  zu helfen und möglichst vielen Hunden einen Neustart in ein glückliches Leben zu ermöglichen. Jeder Pflegehund ist anders. Bei Hunden die vielleicht noch nicht viel schlechtes erlebt haben, kann es sehr schnell gehen. Man sieht die Dankbarkeit und Freude. Andere Hunde brauchen unter Umständen Monate bis Jahre, um Traumata zu überwinden und Vertrauen zu fassen. Diese Hunde brauchen Zeit und Geduld. Auch kleine Schritte führen zum Erfolg und das ist wunderbar! Das Schwierigste ist leider auch das Schönste, wenn man einen Pflegehund, den man ins Herz geschlossen hat, abgeben muss, an sein neues Zuhause. {Astrid B.}

 

Seit vielen Jahren nehme ich ältere, kranke, gehandicapte Hunde in Pflege, weil es mir um die Hunde geht, die „keiner will“. Nicht immer finden sie ihre Menschen, aber ich ertrage den Gedanken nicht, daß sie ein ganzes Leben lang ungeliebt waren, leiden mußten und sterben, ohne erlebt zu haben, wie schön es eigentlich sein sollte. Selbst wenn sie bei mir nur noch kurze Zeit haben, ist es das unbedingt wert. Am schönsten ist es, wenn die Hunde dann auftauen, die Streicheleinheiten genießen, mit Appetit gutes Futter fressen, keine Schmerzen mehr haben, wenn ich sie auf weichen, kuscheligen Kissen entspannt schlafen sehe, wenn sie mir vertrauen. Am schwierigsten ist es, sie gehen zu lassen, denn egal wie schwer oder anstrengend oder mühsam die Zeit mit ihnen ist, – man gewinnt sie immer lieb und schließt sie ganz fest ins Herz. {Eva B.}

 

Dazu bewogen Pflegestelle zu werden hat nicht, dass es so viele arme Seelchen gibt die dort einfach keine Chance haben. Schön zu sehen ist, wie sie hier so schnell Vertrauen fassen und das Leben hier genießen. Sie freuen sich über ein Körbchen, regelmäßige Spaziergänge und Leckerlies; Das man Ihnen was beibringen kann für die Zukunft, Ängste abbauen, einfach durch liebevolle Betreuung – sie sind so dankbar! All das find ich klasse. Am schwierigsten finde ich das loslassen. Sie Vertrauen einem doch so und können nicht verstehen , dass sie wieder wegmüssen. Das bricht mir fast das Herz. Vielleicht wird es beim zweiten Pflegehund einfacher. 😉 {Claudia B.}

 

Pflegestelle bin ich geworden, weil ich helfen wollte und das nicht nur mit Spenden. Ich habe schon lange einen Hund, der sehr verträglich mit anderen ist. Es macht nicht so viel aus ob man einen oder zwei Hunde hat. Nur das abgeben eines Pflegehundes ist manchmal nicht so einfach, weil man Sie ins Herz geschlossen hat. Also ich habe nur gute Erfahrung mit Pflegehunden, sie waren alle brav. Die Entwicklung eines Pflegehundes ist einfach toll vom sauber werden, zutraulich, verschmust,  verspielt und  lernbereit ist alles dabei. {Ulrike S.}

 


 

 

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