Die Schwierigkeit zu helfen

Die Schwierigkeit zu helfen

Wir haben mit Widerstand an vielen Ecken gerechnet, doch wie schwierig es werden würde ein geeignetes Partnertierheime zu finden, hat uns dann doch überrascht.

Unzählige Emails in vielen Sprachen sind in den letzten Wochen und Monaten geschrieben worden. Die meisten blieben unbeantwortet und wir häufig ratlos zurück. Weshalb ist es so schwierig, helfen zu dürfen?

Tierschutz in Tschechien unmoeglich

Die Lage in Tschechien ist für den europäischen Tierschutz äußerst schwierig. Laut der Aussage einer Tierheimleitern ist es den tschechischen Tierheimen verboten, Tiere ins Ausland zu vermitteln. Wir haben unsere Bemühungen deshalb eingestellt und hoffen den Tieren zuliebe, dass sich die gesetzliche Lage in den nächsten Jahren ändern wird. Dann versuchen wir es gerne wieder.

In Polen ist die Skepsis groß

In Polen hingegen stießen wir auf viel Misstrauen. Die deutschen Tierschützer genießen einen eher schlechten Ruf, denn viele Vereine betreiben nur ein Geschäft mit dem vielen, kleinen, süßen Tierheimhunden oder Welpen – und keinen verantwortungsvollen Tierschutz. Die Hunde werden aus den polnischen Tierheimen geholt, in verantwortungslosen und quälerischen Transporten nach Deutschland gebracht und hier teuer verkauft. Außerdem sollen Hunde von deutschen Tierschützern bereits an Versuchslabore verkauft worden sein.

Natürlich ist die Angst bei den polnischen Tierheimmitarbeitern deshalb groß, an einen genau solchen „Verein“ zu geraten. Hier ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und in Kontakt zu kommen ist deshalb äußerst schwierig.

Emails, Emails, Emails

Wir haben nicht aufgegeben und trotzdem unzählige Emails auf Polnisch und Englisch an Tierheime in Polen geschrieben. Die meisten davon blieben unbeantwortet, doch ab und zu meldete sich jemand zurück.

Nicht immer passte es jedoch auch für uns: Wir wollten Tierschützer unterstützen, die bisher wenig (europäische) Hilfe erhalten und nicht überversorgt sind. Außerdem war es uns wichtig mit Tierheimen zu kooperieren, denen das Wohl ihrer Tiere auch am Herzen liegt. Keine Tötungsstationen oder vernachlässigte, verlassene Heime in denen man mit egal wie viel Geld und Hilfe nichts erreichen kann, weil die Mitarbeiter vor Ort schon aufgegeben haben.

Das erste Kennenlernen

Nun ist es aber soweit, es scheint so, als hätten wir unser erstes passendes osteuropäisches Tierheim gefunden und werden uns Ende Januar zum persönlichen Kennenlernen auf den Weg machen. Wir freuen uns unsere Kontaktpersonen persönlich kennenzulernen und uns von der Arbeit vor Ort einen Eindruck zu machen.

Drückt uns alle Daumen, das wir hier das richtige Tierheim gefunden haben!

Vergiss mich nicht Tiernothilfe e.V.