Kastrationsaktion in Kylos Katzenkolonie

Kastrationsaktion in Kylos Katzenkolonie

„Die Nachbarn fangen an die Katzen zu vergiften, sie halten sie für eine Plage, wollen sie loswerden.“, schrieb unsere befreundete Tierschutzkollegin Mari auf Facebook. Verzweifelt suchte sie Spender die ihr helfen würden die Mitglieder der Katzenkolonie zu kastrieren um so ihr Leben zu retten.

Mari ist Studentin und lebt in Almeria, Spanien. Wir kennen sie seit rund einem halben Jahr und können immer auf sie zählen wenn wir mal weitere Fotos / Videos von Hunden aus der Tötungsstation brauchen. Jeden Freitag macht sie sich auf den Weg dorthin, fotografiert Hunde und Katzen und zeigt sie auf ihrer Facebookseite „Adopta un amigo de la perrera Almeria“ (zu dt.: Adoptiere einen Freund aus der Tötungsstation Almeria).

Als Privatperson und ohne Organisation im Rücken macht sie sich so für die Tiere aus der Tötungsstation stark und gibt ihnen eine Chance gesehen und adoptiert zu werden.

mari

Doch auch die kleine Katzenkolonie vor ihrer Haustür liegt ihr sehr am Herzen. Mindestens acht Katzen leben dort seit geraumer Zeit und werden von Mari mit Futter versorgt.

Doch weil sich die Straßentiere unkontrolliert vermehrten, begannen Anwohner der umliegenden Häuser die Tiere zu vergiften und zu töten. Mari wollte etwas dagegen tun und der kleinen Kolonie das Leben retten.

Die Bewohner von Kylos Katzenkolonie

katze-5

katze-2 katze-3 katze-4 katze-6 katze-7 katze-8 ktz-1

 

Die Kastrationsaktion – ein voller Erfolg!

Mari versuchte über Facebook Unterstützer zu finden, die ihr helfen würden die Kosten für eine Kastration aller Katzen zu stemmen. Die Spendenbereitschaft hilft sich in überschaubaren Grenzen, schließlich sind Straßenkatzen ein alltägliches Problem und das Bewusstsein für das Leid der Tiere nur bedingt vorhanden.

Da Mari uns stets eine so tolle Partnerin gewesen ist und auch wir Kastrationsaktionen als Bekämpfung der Ursache als äußerst sinnvoll ansehen, haben wir unsere sofortige Hilfe zugesagt. Die bisher entstandenen Kastrationskosten in Höhe von 160,00 Euro haben wir komplett übernommen. 6 Katzen konnten bereits kastriert werden. Für die fehlenden zwei Kylo & Mindy die am Tag des Einfangens plötzlich verschwunden waren, kommen wir selbstverständlich auch noch auf.

ktz-rechnung

 

 

Der Ablauf

Mari war überglücklich über die Kostenübernahme und hat sich verantwortungsvoll und fürsorglich um die Organisation der Aktion gekümmert. 6 von 8 Katzen konnten direkt eingefangen und kastriert werden. Nach einer „Schonfrist“ von 24 Stunden wurden sie zurück zu ihrer Kolonie gebracht. Bei vielen war die Freude sichtlich groß endlich wieder Zuhause zu sein.

ktz-9  ktz-12 ktz-11 ktz-10
ktz-15

 

Alle Streuner haben die OP gut überstanden! Es gab glücklicherweise keinerlei Komplikationen.

Wie geht es weiter?

Wir freuen uns, dass der unkontrollierten Vermehrung nun zumindest in dieser Ecke ein Ende gesetzt wird. Die Nachbarn die zuvor die Tiere vergiftet haben um genau diese unkontrollierte „Plage“ zu vernichten wissen Bescheid und lassen die übrig gebliebenen Kolonie-Bewohner nun glücklicherweise am Leben.

Hunderten nun ungeborenen Katzenbabys bleibt ein qualvolles Leben auf der Straße oder ein Ende in der Tötungsstation somit erspart!

Mari kümmert sich auch weiterhin um die Futterversorgung der Kolonie und wird auch die beiden fehlenden Bewohner noch einfangen und kastrieren lassen.

Außerdem setzt sie sich dafür an, dass die zahmen und freundlichen Katzen die Chance auf eine Adoption bekommen, etwa wie Kater Brann, den Sie hier kennenlernen können:

 

Diese Aktion ist möglich geworden durch Sie.

Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen unseren Spendern, Paten und Unterstützern bedanken. Nur durch eure finanzielle Unterstützung ist es möglich, dass wir engagierte Tierschützer wie Mari im Kampf gegen das Straßentierelend helfen können.

Außerdem danken wir Mari für ihren unermüdlichen Einsatz und die tolle Organisation. Vielen Dank für dein Engagement und das blinde Vertrauen das wir dir stets entgegenbringen können.

 

 

 

 

Vergiss mich nicht Tiernothilfe e.V.